In der Wueste
Um 7:30 werden wir abgeholt und zum Treffpunkt mit Kamelen und Führern gebracht; Was uns wohl erwartet?
Nachdem unsere Schlafsäcke, Liegematten und Rücksäcke in den Tragetaschen der Kamele verstaut sind starten wir mit Eyman, Nordin und den Kamelen Lulu, Camachio und Jimi
Schnell verlieren wir das Gefühl für Zeit und Entfernung. Wir stellen fest: Reiten auf Kamelen ist sehr angenehm wenn man den Rhythmus mit seinem Tier gefunden hat. Man hat einen tollen Blick über die Landschaft, der heiße Wind erscheint nicht mehr so heiß und der fliegende Sand nicht mehr so unangenehm.
Mittags suchen wir Schatten hinter einem Busch und rasten erstmal einige Stunden
Nordin backt „pain de sable“ und kocht Suppe für alle. Wobei nicht ganz klar ist ob das Brot Sandbrot heißt weil es im Sand gebacken wird oder weil im Teig massenhaft Sand mit gebacken wird. Aber wir sind hungrig und so schmeckt es uns hervorragend.
Wir bewundern Nordin und Eyman, die bei den für uns fast unerträglichen Temperaturen auch noch auf offenem Feuer kochen.
Nach einigen Stunden am Rastplatz, die wir mit hunderten von Fliegen und zahlreichen gemeinen Mistkäfern teilen, werden die Kamele wieder eingefangen und weiter geht’s zum nächsten Rastplatz.
Dort verbringen wir nach einem gemeinsamen Abendessen die Nacht im Freien.
Ein beeindruckender Tag geht zu Ende und wir haben eine Menge gelernt:
Das Kamele ganz besondere Tiere sind die einem sehr schnell ans Herz wachsen.
Das man sich gegen den Sand nicht wehren kann und der auch seine gute Seiten hat.
Das die Zeit nicht nur auf dem Wasser eine andere Dimension hat.
Das der Aufenthalt in der Wüste viele Parallelen zum Segeln hat.
Das man Brot im Sand backen kann.
Das ein Schlafplatz nicht geschützt hinter einem Busch sein soll, sondern auf einer Anhöhe.
(Wegen dem, was da „fleucht und kreucht“).