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Ankern vor Culatra 26 °C 25 °C

Fado auf der Ihle de Culatra

Culatra ist anders als die Ferieninsel Armona eine von Fischern bewohntes Eiland mit eigenem Kindergarten, Grundschule. Sportplatz und einem kleinen Sportstadion. Wir sehen einen Aushang in einem der zwei Lebensmittelgeschäften: Fado am Sonntag ab 13:30. Wir erkundigen uns, es kostet 8 Euro Eintritt, ein gegrilltes halbes Huhn mit Salat und mehrere Stunden Fadogesang sind im Preis enthalten.
Gemeinsam mit Maxi und Jörg machen wir uns pünktlich auf den Weg. Erst nach einigen rumfragen können wir Eintrittskarten erwerben. Mit Touristen scheint man bei der Veranstaltung nicht zu rechnen. Wir sind und bleiben die Einzigen.
Im Innenraum des Stadion stehen lange Tischreihen und an einigen geht es schon munter zu. Das Sagres fließt in Strömen. Wir suchen uns einen Platz und machen es wie die Inselbewohner: Essen unser gegrilltes Huhn und trinken Sagres.

Nach ungefähr zwei Stunden, die Stimmung im Stadion ist schon ganz gut, beginnt der Fado. Vier Gitarrenspieler platzieren sich auf der Bühne und stimmen die ersten Klänge an. Das hört sich schon gut an, wenn man von den Rückkopplungen der Anlage absieht.
Nun beginnt das Programm. Abwechselnd steigen Akteure unter Beifall auf die Bühne. Alle singen ähnliche Melodien, die Texte verstehen wir leider nicht. Nicht alle singen gut, aber alle mit tiefem Ernst und Inbrunst. Das portugiesische Publikum ist begeistert und klatscht heftig, immer kurz vor Schluss des Vortrags. So geht das nun mehrere Stunden.


Nach der ersten Runde eine kurze Pause, dann treten alle Akteure noch mal auf. Nach vier Stunden haben wir genug Fado und Sagres und verlassen die Veranstaltung. Noch auf den „Nachhauseweg“ hören wir die wehmütigen Klänge.