Seewege.de
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Cala Liscia 28 °C 24 °C NW 8-18 kn

Mit dem Sonnenaufgang brechen wir auf. Die Stimmung am frühen Morgen ist immer eine ganz besondere. Es duftet intensiv nach der Macchia und außer den Vogelstimmen ist nichts zu hören. Die Luft ist noch kühl und frisch, das Meer ruhig.
Wir motoren die Costa Smeralda entlang. Eine Luxusvilla nach der anderen liegt eingebettet in fast unberührter Natur. Riesige Jachten liegen in den Buchten vor Anker.
Früher hieß diese Granitwüste mit ihren weißen Stränden, tief eingeschnittenen Fjorden und einsamen Buchten „Terra Incognita“ und war so gut wie menschenleer.
Nur einige Wanderhirten zogen durch die karge Landschaft, die kaum genug Futter für die Schafe her gab. Bis Aga Khan den Hirten das Land abkaufte und daraus ein Edelurlaubsparadies entstehen ließ und ihm den Namen Costa Smeralda gab. Der Name ist absolut zutreffend aber die unzähligen großen und kleinen Motoryachten die sich seitdem hier tummeln, verderben uns den Genuss. Wir wollen nur weg hier und vielleicht im Mai noch mal wieder kommen.
So umrunden wir das Capo Testa
mit seinen skurrilen Steinskulpturen und passieren die Straße von Bonifatico mit herrlichem achterlichem Wind und zügigen 5-6 Knoten. Wir grüßen Korsika, leider wegen dem Dunst in der Luft nur schlecht zu erkennen und erreichen Castelsardo noch vor 19:00 Uhr. Ein Ort der aussieht als wäre er aus einem Kinderbuch.