Erice in Coronazeiten
Wir fahren mit dem Bus komfortabel auf den Berg Eryx, heute Monte San Guiliano 756 Meter hoch, auf dessen Gipfel liegt das mittelalterliche Bergdorf mit seinen engen, gepflasterten Gassen und dicken Maueren rundherum.
Und es ist wie erwartet leer. Wir bewegen uns fast alleine zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten, die schönen Plätze liegen wie ausgestorben vor uns. Viele Restaurants sind geschlossen, die Cafes mäßig besucht. Im legendären „Caffè Maria“ finden wir sogar einen Sitzplatz und können einige der süßen sizilianischen Leckereien genießen.
Der Verkäuferinnen in den Souvenirgeschäften warten sehnsüchtig auf Kundschaft.
Ein Ort, der vom Tourismus lebt und nun plötzlich verwaist ist, hinterlässt ein befremdliches Gefühl.
Im Laufe des Nachmittags ziehen Wolken auf und Nebelfetzen jagen durch den Ort, wir frieren und sind froh in den Bus zu steigen, zurück nach Trapani und in die Wärme.